Aktuelles

Es beginnt die kühle Jahreszeit – Weihnachten naht. Die Christbäume sind gut gewachsen und stehen sattgrün in der Kultur. Wir hatten schon befürchtet, dass uns die Hitze heuer Probleme machen könnte, aber es kam anders …

Wärme und Spätfrost

Der April war sehr trocken und gerade die frisch gepflanzten Bäumchen litten unter dem fehlenden Wasser. Anfang Mai gab es eine kalte Nacht mit Minustemperaturen. Den Frühstartern unter den Bäumen erfroren die zarten neuen Triebe. Kein schöner Anblick! Gott sei Dank waren nur wenige Nordmanntannen betroffen. Am meisten hat es wieder einmal die Felsengebirgstanne getroffen. Sie ist die absolute Frühstarterin und bekommt fast jedes Jahr eins auf die Mütze! Wir pflanzen diese jetzt nicht mehr nach – und müssen also in Zukunft auf diese schöne Tannenart verzichten. Der rauen Albhochfläche ist sie anscheinend nicht gewachsen.

Der Mai war dieses Jahr kühl und feucht. Für die Pflanzen war dies ein Segen. Wir konnten förmlich spüren, wie die Bäume das Wachsen begannen. Die frisch gesetzten Bäumchen begannen auch zu treiben.

Hitze und Trockenheit

Im Juni und nochmals im Juli änderte sich das schlagartig. Zwei Hitzewellen zogen mit Rekordtemperaturen von über 40 Grad übers Land. Unsere Sorgen wurden größer: Überstehen die frisch gesetzten Bäumchen die brutale Hitze und die Trockenheit? Die Gräser und Kräuter vertrockneten und auch unsere Schafe hatten bald nichts mehr zu fressen.

Schließlich begannen wir zu gießen. Ob es etwas gebracht hat, wissen wir nicht – aber die meisten Bäumchen konnten wir retten. Zugute kam uns, dass die Jungpflanzen im Schatten der alten Christbäume wachsen.

Den großen Bäumen machte die Trockenheit und die Hitze nichts aus. Sie sind gut verwurzelt und kommen auch in trockenen Jahren noch ans Wasser.

Ruhiger Spätsommer

Ab August sorgten immer wieder Gewitterschauer für Wassernachschub. Die Temperaturen waren wieder einigermaßen erträglich.

Alles in Allem: wir sind wir noch recht gut davongekommen. Jetzt im Herbst sieht es wieder ganz frisch aus. Die Schafe haben wieder Futter und halten den Bewuchs kurz.

Weihnachten kann kommen!

christbäume vom förster
Hitzesommer: Nur gut, dass wir fleißige Helfer*innen zum Gießen haben.
christbäume vom Förster
Hitze und Trockenheit ließ die Bodenvegetation vertrocknen. Den älteren Bäumen macht diese Witterung nichts aus, aber die Jungpflanzen kämpften ums Überleben.

April 2019: Neue Bäumchen für die Kultur

Die alten Stöcke sind gefräst. Jetzt kann’s losgehen: Damit in 8-9 Jahren wieder genug Christbäume zur Verfügung stehen, müssen sie nun gepflanzt werden. Die ganze Familie hilft mit, weil: viele Hände machen bald ein Ende …

Ende März/Anfang April ist es soweit: Viele Hundert Nordmanntannen, Blaufichten und Koreatannen werden in die entstandenen Lücken gepflanzt. Unser Sohn bereitet mit einem Erdbohrer die Pflanzlöcher vor. In diese werden dann die Jungpflanzen gesetzt. 

 

Da hilft wieder die ganze Familie mit – auch der Opa. Und unsere Gebirgsschweißhündin Lina kontrolliert, ob alles passt…

 

Alle Pflanzen stammen von zertifizierten Bio-Baumschulen. Weil wenn schon Bio, dann richtig. Übrigens: Die Nordmanntannen tragen noch zusätzlich das Fair-Trees-Zertifikat.

 

Jetzt müssen wir nur noch auf Regen warten: hoffentlich nicht zu lange…

März 2019: Es wird gefräst…

Die ruhigste Zeit des ganzen Jahres ist vorbei. Jetzt werden langsam die Tage wieder länger. Es ist Zeit, sich Gedanken über das Pflanzen zu machen. Aber bevor es losgeht, muss erst noch was anderes passieren …

Die Stöcke der geernteten Bäumchen werden entfernt. Dazu benutzen wir eine handgeführte Baumstumpf-Fräse. Mit dem Fräskopf werden Stöcke geschreddert. Mit dieser Maßnahme hoffen wir, dass wir den Hallimasch – ein gefährlicher Baumkiller-Pilz – möglichst lang aus der Kultur halten können. Weiterer Nebeneffekt:  Sie stolpern als Kunde nicht über die alten Stöcke.

Ideal ist es, wenn der Boden dazu leicht gefroren ist. Dann verschmiert die Erde nicht und die Fräse lässt sich leichter bewegen. Also müssen wir auch mal sehr früh am Morgen ran – wenn nach klaren Spätwinternächten der Boden noch leicht gefroren ist.

Januar 2019: Winterzeit ist stille Zeit

Der Winter schenkt der Kultur wieder ein wenig Ruhe: Der Weihnachtstrubel ist vorbei – und eine leichte Schneedecke schützt die kleinen Bäumchen vor den gefährlichen Winterfrösten. Auch für uns heißt es: Es ist Erholung angesagt …

Hin und wieder schürt ein Fuchs durch die Fläche: vielleicht gibt es Mäusebraten?! Wir wünschen ihm guten Appetit. Mäuse jedenfalls gibt es genug. Auch der Mäusebussard, die Eulen und Käuze sind hoch willkommen.

Lange wird die Ruhe nicht andauern: sobald es das Wetter zulässt, werden die Stöcke der geernteten Bäume mit der Stockfräse beseitigt.

Neue Bäumchen werden im Frühjahr nachgepflanzt. Welche Arten werden wohl in 8 bis 10 Jahren nachgefragt werden? Bleiben Nordmanntanne & Blaufichte weiter so gefragt oder kommen neue Sortentrends? Wie viele Stück von jeder Art brauchen wir? Überlegungen, die jetzt in aller Ruhe durchgesprochen werden können.

Und jeden Tag steigt die Sonne etwas höher und an manchen Tagen ist schon der Vorfrühling zu erahnen…

Dezember 2018: Frohe Weihnachten!

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden, 

wir bedanken uns für Ihr Vertrauen und Ihr Interesse an einem biologisch produzierten Christbaum. Wir hoffen, dass er auch Ihr Herz erwärmt und bei Ihren Kindern die Augen leuchten lässt.

Der grüne Baum als Symbol des Lebens zeigt uns, dass es weitergeht, sogar in den finstersten Nächten des Jahres.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete und friedliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

Ihre Familie Dütsch

November 2018: Faire Christbäume – für faire Weihnachten

Sie kaufen Fair Trade Produkte? Das können Sie jetzt auch bei Christbäumen tun! Dieses Jahr bieten wir zum ersten Mal Fair-Trees-Christbäume an: Kaufen Sie einen solchen Baum, unterstützen Sie die georgischen Zapfenpflücker bei ihrer gefährlichen Arbeit hoch oben in den Tannenwipfeln.

Wussten Sie schon, dass die Samen der meisten Nordmanntannen aus dem bitterarmen Georgien kommen? Für die dortige Bevölkerung ist die Zapfenernte ein wichtiger Zusatzverdienst. Immer wieder kommt es aber dabei zu tödlichen Unfällen, weil die Zapfenpflücker abstürzen. Sie klettern nämlich ohne Ausrüstung – die können sich die Menschen dort nicht leisten.

Hier kommt die Idee von „Fair Trees“ ins Spiel: Die Zapfenpflücker bekommen einen angemessenen Lohn und zusätzlich eine Kletterausrüstung nach höchstem europäischem Standard. Fair Trees sorgt für die Versicherung der Arbeiter und ihrer Familien.

Wenn Sie bei uns einen Fair Trees Christbaum kaufen, sorgen Sie also

  • …für anständigen Arbeitsbedingungen für die georgische Zapfenpflücker und ihrer Familien

  • …für eine umweltfreundliche Christbaumproduktion.

 Für ein faires Weihnachten für alle!

 

Mehr dazu unter: www.fairtrees.de

Juni 2018: Schafe als Christbaum-Pfleger

Wir haben neue „Mitarbeiter“: 3 Mutterschafe und 3 Lämmer helfen uns beim Freihalten der Kultur.  Bisher waren Mulchmäher und Freischneider mehrmals im Sommer im Einsatz: Unsere vierbeinigen Helfer sind nun fast ebenso gut, und auf jeden Fall leiser…

Der Sommer ist die Zeit des Wachsens. Es grünen aber nicht nur die Bäume, sondern auch die Begleitvegetation explodiert förmlich und bedrängt vor allem die ganz kleinen Tannen.

Bisher wurden die Bäumchen von uns mechanisch mit dem Mulchmäher und dem Freischneider von der Konkurrenzvegetation freigeschnitten – bis zu dreimal im Sommer. Chemische Unkrautbekämpfung ist bei uns tabu.

Unsere tierischen Helfer erledigen nun den Großteil der Arbeit sauber und umweltfreundlich. Bei den Schafen handelt es sich um eine spezielle Rasse, die keine Nadelbäume verbeißt – das wäre nicht so gut. Es handelt sich dabei um Shropshire-Schafe. Ursprünglich stammen sie aus England und waren über Jahrzehnte als Woll- und Fleischlieferanten weltweit begehrt. Heute setzen viele Bio-Produzenten auf die Mithilfe der Schafe.

 

Dürfen wir vorstellen: Unsere tierischen Mitarbeiter: